Eine frühlingshafte Zeitreise

Die Münchner Kulturkonsorten #lustwandeln durch einen englischen Landschaftsgarten, und wir wandeln mit – aber in Berlin. //

In diesem Jahr ließ der Frühling recht lange auf sich warten. Die Kulturkonsorten haben dem Winterfrust auf ihre Weise ein Ende machen wollen und zum Jahreszeitenwechsel alle Twitterer und Instagramer aufgerufen, Bilder ihrer Lieblingsparks unter dem Hashtag #Lustwandeln zu posten, um die sozialen Netzwerke digital zu begrünen. Seitdem füllt sich – trotz unerwarteter Schneefälle Anfang April – die Tweetwall mit loca amoena von Weimar über München bis Karlsruhe.

Höhepunkt der Lustwandelei ist ein Tweetwalk, den die Kulturkonsorten am Sonntag, den 19. April 2015, durch den Schlosspark Nymphenburg unternehmen. Mit professioneller Führung werden sie mit 15 Twitterern/Instagramern/Bloggern (m/w/*) durch den von Friedrich Ludwig Sckell Anfang des 19. Jahrhunderts konzipierten englischen Landschaftsgarten flanieren und in Echtzeit ihre Fotos, neue Erkenntnisse und hoffentlich auch einige Geheimnisse in den sozialen Netzwerken verbreiten.

Auf ihrer Zeitreise ins 19. Jahrhundert wollen wir, die preußischen Kulturfritzen, unsere bayerischen Kollegen begleiten. Der Blick aufs Smartphone reicht uns dabei allerdings nicht – vielmehr wollen wir bei dem Tweetwalk – trotz der fernen 500 Kilometer – aktiv dabei sein.

Zum Glück gibt es hier in Berlin ja auch einige Schlösser. Englische Landschaftsgärten gibt es auch. Und an einem berühmten Landschaftsarchitekten, der diese einst gestaltet hat, mangelt es erfreulicherweise ebenfalls nicht. Sogar der Frühling ist mittlerweile angekommen – lediglich mit dem Grün hapert es noch ein bisschen, mal sehen, was sich bis zum nächsten Wochenende da tut.

Die Idee ist, zusammen mit den Kulturkonsorten – aber eben in Berlin – durch einen englischen Landschaftsgarten zu lustwandeln.

Schönhausen, 1787

Schönhausen, 1787

Ausgesucht haben wir uns den Schlossgarten Schönhausen im Berliner Ortsteil Niederschönhausen des Bezirks Pankow. Der Garten weist erstaunliche Parallelen zum Nymphenburger Schlosspark auf: Beiden Parkanlagen entstanden aus französischen Barockgärten, beiden wurden durch berühmte Gartenkünstler umgestaltet (Friedrich Ludwig Sckell dort, Peter Joseph Lenné hier), beide Parks verfügen über künstlich angelegte Wasserläufe, Fontänen, versteckte Gartenbauten, ein kunstvolles Wegenetz und ein geschichtsträchtiges Schloss (Wobei die Geschichte des kleinen Schönhausener Schlosses wirklich nicht zu toppen ist!).

Für unsere – im Gegensatz zu dem Münchner Tweetup – nicht geführte Schloss- und Parkerkundung (es soll ja keine Konkurrenzveranstaltung sein) suchen wir nun Twitterer, Instagramer und/oder Blogger (m/w/*), die mit uns gemeinsam #lustwandeln und außerdem mit den Münchnern in einen regen Austausch von Infos und Fotos kommen wollen.

Wir blicken hoffnungsfroh und voller Frühlingsgefühle auf den 19. April!

Organisatorisches

Ablauf
Wir treffen uns am 19. April 2015, 11 Uhr, am Westtorgebäude (Tschaikowskistraße 1). Nach einer kurzen Einführung organisieren wir uns im Schloss einen Audio-Guide und spazieren so geführt gemeinsam durch die Parkanlage. Anschließend besuchen wir das Schloss, das nicht nur als Sommerresidenz von Königin Elisabeth Christine diente, sondern auch als Einlagerungsort für sogenannte Entartete Kunst, als Amtssitz des Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, als Gästehaus für internationalen Staatsbesuch der DDR und als Tagungsort des Runden Tischs in der Wendezeit. Eine wechselvolle Geschichte, die sich in den rekonstruierten Räumlichkeiten widerspiegelt. Ein Stück DDR-Geschichte lässt sich anschließend mit einem Gang um den Majakowskiring fortsetzen, in dem die frühen Staatsoberhäupter ihren Wohnsitz hatten. Zum Abschluss gehen wir im Bürgerpark noch einen Kaffee trinken. Oder ein Eis essen. Es ist ja schließlich Frühling!

Kosten
Die Leihgebühr für den Audio-Guide und der Eintritt ins Schloss kosten 6 EUR (erm. 5 EUR). Allerdings gibt es für alle Schlösser der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), zu denen u.a. auch das Schloss Charlottenburg, die Potsdamer Schlösser oder das Schloss Rheinsberg gehören, eine Jahreskarte zum Preis von 50 EUR (erm. 35 EUR), die zwar nicht übertragbar ist, aber beliebig oft Eintritt in nahezu alle Museen der SPSG ermöglicht, Sonderausstellungen inklusive. Ein echter Spartip für royale Lustwandler. Hinzu kommt eine Fotoerlaubnis, um im Schloss fotografieren zu dürfen, für 3 EUR (gültig für einen Tag).

Anmeldung
Zur Teilnahme meldet Euch einfach unter kontakt@kulturfritzen.de an, damit wir wissen, mit wie vielen Leuten wir rechnen können. Teilt bitte auch Euern Twitternamen, Instagram-Account und/oder Blog mit, damit wir uns mit Euch schon vernetzen können. Alternativ könnt Ihr uns aber auch auf Twitter einfach bescheid sagen.

Hashtag
Um die Berliner Tweets von den Münchner Tweets unterscheiden zu können, nutzen wir die Hashtag-Kombination: #lustwandeln #bln

Zusammenfassung
19.4.2015, 11 Uhr
Westtorgebäude (Tschaikowskistraße 1)
Hashtag-Kombination: #lustwandeln #bln
Twitterwall: http://lustwandeln.tweetwally.com/
Kosten: 6 EUR (Audio-Guide + Eintritt) + 3 EUR (Fotoerlaubnis)

// (ml)

Update (25.April 2015)

Zum Berliner Lustwandeln wurde ein Storify erstellt.

// (ml)

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9 Antworten zu “Eine frühlingshafte Zeitreise

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