7 Gründe, im Museum ein Selfie zu machen

Ein Beitrag zum #MuseumselfieDay 2018 von Anne Aschenbrenner und Marc Lippuner //

Als wir, Marc und ich, uns noch über Twitter kannten und keine Kulturfritzen und schon gar keine Real-Life-Freunde waren, begann ich, Gefallen daran zu finden, Kunst im Museum in Bezug zu meiner Welt zu setzen und Fotos davon zu machen. Museumselfies waren da noch eine sehr komische Sache. Heute gehört das Museumselfie längst zum Alltag von Museumsbesucher_innen – knips, filter, instagram. Umstritten sind sie doch: Ist das Kunst oder kann das online?

Als wir, Anne und ich, uns noch über Twitter kannten und keine Kulturfritzen und schon gar keine Real-Life-Freunde waren, habe ich in Museen oft versucht, das, was ich sehe oder was das Gesehene mit mir macht, in Fotos festzuhalten. Es ging mir – und das hat sich bis heute nicht verändert – weniger darum, nachzuweisen, dass ich dort war, als vielmehr darum, mich ins Verhältnis zu setzen, zu dem, was ausgestellt wird, und was es mit mir macht: mir gefallen, mich einschüchtern, herausfordern oder langweilen, mich zu Späßen antreiben und manchmal auch ratlos zurücklassen. Oft spiegelt ein Kunstwerk oder Museumsobjekt mich auch – vorsätzlich oder unabsichtlich (wie die schützende Glasscheibe vor einer Fotografie): In beiden Fällen nimmt es mich auf seine ganz eigene Weise in sich auf, und ich muss schauen, ob und wo ich meinen Platz darin finde. Für mich ist ein Museumselfie eine kreative Herausforderung, die vielleicht nicht immer gelingt, vielleicht nicht immer alles erfasst, was mir beim Fotografieren durch den Kopf geht, jedoch stets eine Liebeserklärung an das Museum ist.
Für diese, meine ganz persönlichen Liebeserklärungen gibt es seit kurzem auch einen eigenen, kleinen Ausstellungsort, der peu à peu mit neuem und älterem Material befüllt wird: marc-mag-museumselfies

Wir haben sieben Gründe zusammengetragen, warum man im Museum ein Selfie machen sollte:

Weil es kreativ ist, ein Museumselfie zu machen.
Schau mal die Postings zu #museumselfie durch, was davon wäre auch Dir eingefallen?

Goliath (oder: Autsch!) #museumselfie @kunsthistorischesmuseumvienna #caravaggio

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Weil jedes Museumselfie im Social Web auch Werbung ist.
Fürs Museum? Auch. Vor allem aber: Für die Kunst.

Weil man Museumselfies nur machen kann, wenn man Zeit mit Kunst verbringt.
28 Sekunden verbringen Menschen durchschnittlich vor einem Kunstwerk im Museum. Museumsefliemaniacs verweilen defintiv länger. Oder hast Du’s eilig?

 

Weil das Museumselfie Barrieren abbaut.
Smartphones und Selfies kennt man. Aber, ganz ehrlich: Wer kennt moderne Kunst? Ein Selfie zu erlauben, heißt auch, Menschen an Kunst heranzulassen.

Weil das Museumselfie die Timelines bunter macht.
Wieviel bad News und boring Stuff ist in deiner Timeline? Kann da ein Museumselfie schaden?

Weil Kunst für alle da ist.
Für die, die drin versinken. Für die, die dran vorbei spazieren. Für die, die gescheit darüber reden (können). Auch für die mit den Smartphones.

Berliner Hinterhofidylle um 1900. #museumselfie #heinrichzillemuseum

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Weil Museumselfies Spaß machen.
Moment, darf man eigentlich im Museum Spaß haben?

Zukunftsvision. #museumselfie zum #selfiesunday

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Was wir sonst noch so zu Museumselfies zusammengetragen haben, findet Ihr zur Nachlese hier:

Anne Aschenbrenner: Eine Art Selfie (2014)
Marc Lippuner: Mit #myRembrandt ins Museum (2015)
Kulturfritzen: #Museumselfieday 2017 (2017)
Marc Lippuner: marc-mag-museumselfies (seit 2017)

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