Zeig uns (D)ein #ZimmerBeiNacht!

von Marc Lippuner //
bax_portrait

Ich kenne Sebastian Stert nun schon seit zehn Jahren. 2006, da waren wir beide am Theater Aachen engagiert, er als Schauspieler, ich als Regieassistent, und Sebastian hat bei meinen ersten beiden Spielplaninszenierungen mitgespielt. Aus Aachen sind wir beide nun schon lange wieder weg, und obwohl sich unsere Wege nicht allzuoft seitdem gekreuzt haben, sind wir doch in Kontakt geblieben, nicht eng, aber freundschaftlich verbunden. So habe ich – durch Facebook und gelegentliche Nachrichten oder aber bei einem der viel zu selten miteinander getrunkenen Kaffees – mitbekommen, wie Sebastian sich zunehmend seiner zweiten Leidenschaft – der Jazzmusik – zugewendet hat: Er nahm Unterricht bei renommierten Jazzgrößen und Stimmtrainer_innen, sang in New Yorker Jazzclubs und arbeitete konzentriert auf sein großes Ziel zu: Ein eigenes Album. Diesen Traum hat er sich nun erfüllen können, nicht zuletzt dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion.

 

Zimmer bei Nacht

bax_zimmerbeinachtZimmer bei Nacht heißt es und enthält Lieder, die Hildegard Knef einst gesungen und zum größten Teil auch getextet hat. „Die Knef kreierte“, so Sebastian, „mit ihren Texten kleine lyrische Geschichten, die in Verbindung mit den interessanten Kompositionen von Hans Hammerschmid, Charly Niessen und Günter Noris zu einer perfekten Verbindung von Text und Musik verschmelzen.“ Ihre Songs zählen für Sebastian zu den besten deutschen Jazzstandards, ausgewählt hat er, der unter dem Künstlernamen BAX auftritt, zehn eher unbekannte Nummern, die von dem Pianisten Wolfgang Köhler neu, aber bewusst im Stil der 60er Jahre – „in a jazzy way“ – arrangiert worden sind.

Die Liedfolge nimmt die Hörer_innen mit auf eine Fantasiereise, die sich in einem – dem titelgebenden – Zimmer bei Nacht abspielt:

Ein gelb erleuchtetes Zimmer, in dunkelblauer Nacht, mitten in der großen Stadt. Ja, es ist schon wieder Herbst da draußen. Ein Ausblick durch Scheiben, scheinbar mit der Welt verbunden. Ein Zimmer neben vielen Zimmern, jedes eine Insel. Hier sitze ich müde, schlaflos, will noch so viel und bin doch gefangen, in diesem Raum, in dieser Stadt. Immer wieder hänge ich der Vergangenheit nach und träume von alten Zeiten, denke an die viel zu enge Party, wo ich dich kennenlernte. Ja, bei dir war es immer so schön! Hier in meinem Zimmer schleicht die Zeit dahin, scheint sich nicht zu bewegen, ein klebriger, schleichender Dauerzustand, bei dem man dem Kaffeefilter zuhören kann. Ich stelle mir dann immer vor, was in der Zukunft sein könnte, wünsche mir, viele verrückte Dinge zu tun. Ich wollte immer mal in römischen Brunnen baden oder barfuß durch den Kongo laufen, aber werde ich das je tun? Auch wenn ich hier rauskomme, lässt sich meine Sehnsucht stillen? Die Sehnsucht nach Glück und unbegrenzter Freiheit? Wie oft stand ich schon am Bahnhof, mit genau dieser Sehnsucht im Gepäck. Einfach weggehen aus dieser verfluchten Stadt, aus diesem Zimmer, alles hinter sich lassen. Meine Versuche endeten meist schmerzhaft, denn hier bin ich nun mal zu Haus. Wissen Sie, ich habe mal von einer Birke gehört, die genau bei diesem Versuch, ihrer Heimat zu entfliehen, als Kommode endete. Tragisch! Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben, dass nach dieser Nacht ein Morgen folgt, denn so oder so ist das Leben, nicht wahr?

#ZimmerBeiNacht

Das Album ist nun auf dem Weg ins Presswerk und wird ab dem 12. Dezember erhältlich sein. Pünktlich zur Veröffentlichung könnt Ihr – rechtzeitig vor Weihnachten – ein mit einer persönlichen Widmung signiertes Exemplar bei uns gewinnen.

Wie?
Als ich den Albumtitel – Zimmer bei Nacht – das erste Mal hörte, hab ich ihn sogleich (Berufskrankheit 😉 ) auf seine Hashtagtauglichkeit abgeklopft, und er schien mir (auch weil CDs ja immer noch in quadratischen Hüllen verkauft werden) sehr geeignet für eine kleine Instagram-Aktion:

Zeigt uns ein Zimmer bei Nacht!
Euer Zimmer, ein fremdes Zimmer, ein Hotelzimmer…? Ausgehend von dem poetischen Kosmos der Knef, den Sebastian im oben angeführten Zitat skizziert, oder frei assoziierend: Fast alles ist möglich. Ästhetisch, detailverliebt, entrückt, verrückt, Stillleben oder Selfie, von draußen, von drinnen, mit Filter oder ohne.
Postet Eure Fotos – mit dem Hashtag #ZimmerBeiNacht in der Bildunterschrift – bis zum 11. Dezember 2016 auf Eurem Instagram-Account.
Eine Jury, der unter anderem Sebastian angehört, wird unter allen Einreichungen das Gewinnerfoto küren.

 

Teilnahmebedingungen

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 11. Dezember 2016, 23:59 Uhr.
Alle Fotos, die im Veranstaltungszeitraum bei Instagram hochgeladen und mit dem Hashtag #ZimmerBeiNacht versehen werden, nehmen am Gewinnspiel teil.

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben und das 14. Lebensjahr vollendet haben. Die Ermittlung des Gewinners oder der Gewinnerin erfolgt nach Teilnahmeschluss durch eine Jury. Er oder sie wird bei Instagram per Direktnachricht über den Gewinn informiert und hat dann 72 Stunden Zeit, sich zurückzumelden. Geschieht dies nicht, wird der Gewinn unter allen Teilnehmer_innen ausgelost.

Die Angabe von persönlichen Daten fällt nur im Gewinnfall an. Wir werden diese Daten nicht an Dritte weitergeben und ungefragt auch nicht selbst für Werbezwecke benutzen. Diese Aktion steht in keiner Verbindung zu Facebook, Twitter, Google+, Instagram oder Snapchat etc. und wird in keiner Weise von diesen Unternehmen gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Eine Antwort zu “Zeig uns (D)ein #ZimmerBeiNacht!

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